Bevor ich die Diagnose Hashimoto bekam, dachte ich, ich hätte einfach nur eine harmlose Schilddrüsenunterfunktion. Ich nahm mein L-Thyroxin wie verordnet, ernährte mich „normal“ und erwartete, dass alles seinen Weg geht. Doch statt abzunehmen nahm ich jedes Jahr 2 bis 3 Kilogramm zu – bis ich irgendwann die 87-kg-Marke bei einer Körpergröße von 168 cm erreichte. Ich fühlte mich müde, antriebslos und mein Körper fühlte sich einfach nicht mehr wie meiner an. Was war los? Warum funktionierte nichts mehr wie früher? Die Antwort: Hashimoto-Thyreoiditis.
In diesem Artikel erfährst du, warum das Abnehmen mit Hashimoto oft so schwierig ist, welche körperlichen Prozesse dabei blockieren – und vor allem: was du konkret tun kannst, um deinen Körper liebevoll zu unterstützen.
2. Was ist Hashimoto überhaupt?
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der dein Immunsystem die Schilddrüsenzellen angreift. Das führt langfristig zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Und da die Schilddrüsenhormone an fast allen Stoffwechselprozessen beteiligt sind, gerät dein gesamter Energiehaushalt aus dem Gleichgewicht.
Typische Symptome:
- Gewichtszunahme trotz gleichbleibender Ernährung
- Ständige Müdigkeit
- Kälteempfindlichkeit
- Depressionen oder Stimmungsschwankungen
- Konzentrationsprobleme
3. Warum Abnehmen bei Hashimoto so schwer ist?
1. Stoffwechsel auf Sparflamme
Wenn die Schilddrüse nicht genug Hormone produziert, verlangsamt sich dein Stoffwechsel. Das bedeutet: Dein Körper verbrennt weniger Energie, auch im Ruhezustand.
2. Chronische Entzündung im Körper
Hashimoto ist eine Entzündungserkrankung. Diese chronische Entzündung kann die Fettverbrennung blockieren und fördert die Einlagerung von Fett – besonders im Bauchbereich.
3. Hormonelles Ungleichgewicht
Neben den Schilddrüsenhormonen sind oft auch andere Hormone aus dem Gleichgewicht geraten: z. B. Cortisol (Stresshormon) oder Insulin. Beides kann die Gewichtszunahme begünstigen.
4. Zu wenig oder falsches L-Thyroxin
Viele Menschen nehmen zwar L-Thyroxin, aber nicht in der richtigen Dosis oder Kombination. Manchmal braucht es auch eine Kombination mit T3 (Liothyronin), um den Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen.
Meine Empfehlung für dich – Am 10. Oktober 2025 startet der HASHIMOTOKONGRESS!
Wenn du das Gefühl hast, du brauchst etwas, das dir hilft, einen klaren Plan zu haben und alle wichtigen Elemente (Ernährung, Supplemente, Stressmanagement) strukturiert zu lernen, dann kann dir der Hashimotokongress 2025* helfen. Hier erfährst du genau, was zu tun ist und wie du Schritt für Schritt vorgehst.
4. Was du konkret tun kannst um mit Hashimoto abzunehmen
1. Deine Werte ganzheitlich betrachten lassen
Einer der häufigsten Fehler bei Hashimoto ist, sich ausschließlich auf den TSH-Wert zu verlassen – viele Ärzt*innen betrachten nur diesen, doch es gibt weitere entscheidende Faktoren, die du kennen solltest, um typische Hashimoto-Fallen zu vermeiden: Artikel „5 heufige Hashimoto Fehler“ kannst du HIER NACHLESEN
Bestehe beim Arzt nicht nur auf den TSH-Wert, sondern auch auf:
- fT3 und fT4
- TPO-Antikörper (TPO-AK)
- Reverse T3
- Eisen, Ferritin, Vitamin D, B12, Selen, Zink
Nur so bekommst du ein klares Bild, wo dein Körper gerade steht.
Wenn sich Ihre Gewichtsprobleme trotz optimaler hormoneller Einstellung nicht bessern, könnte eine Störung im Zuckerstoffwechsel der Grund sein. Eine Insulinresistenz fördert beispielsweise Heißhunger und die Fettspeicherung im Körper. Sie lässt sich durch Blutzuckeranalysen, einen Zuckerbelastungstest und eine Insulinspiegelmessung diagnostizieren. Eine frühzeitige Behandlung ist ratsam, um eine übermäßige Ansammlung von Bauchfett zu vermeiden und weiteren gesundheitlichen Risiken vorzubeugen. Entdecke in meinem Artikel „Heißhunger bei Hashimoto“ wie du Heißhunger ganz einfach in den Griff bekommst und endlich wieder die Kontrolle über deine Ernährung gewinnst!
2. Anti-entzündlich essen
Eine entzündungshemmende Ernährung ist das A und O:
- Viel buntes Gemüse
- Hochwertige Proteine (Fisch, Eier, pflanzlich)
- Gute Fette (Omega-3 aus Leinöl, Fisch, Chiasamen), am besten Omega 3 Öl von NORSAN* integrieren zum Frühstück (bei Fischallergie gibt es die vegane Variante aus Algen*)
- Glutenarm oder glutenfrei testen
- Weniger Zucker und industriell verarbeitete Lebensmittel
Welche Lebensmittel Hashimoto-Symptome lindern – und welche sie verschlimmern können – erfährst du in meinem Artikel zur passenden Ernährung bei Hashimoto.
Der Kurs ‚Ernährungsumstellung leicht gemacht‘ könnte genau der Aha-Moment sein, den dein Körper braucht – einfacher starten, besser fühlen!
3. Stressreduktion ist kein Luxus, sondern Pflicht
Wenn du gestresst bist, schüttet dein Körper das Hormon Cortisol aus. Das ist ganz normal – aber wenn du dauerhaft unter Stress stehst, bleibt der Cortisolspiegel zu hoch. Das kann deinen Stoffwechsel durcheinanderbringen: Cortisol lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen und bremst gleichzeitig die Fettverbrennung. Genau das ist ungünstig, wenn du abnehmen möchtest.
Bei Hashimoto ist der Stoffwechsel oft schon verlangsamt, und viele Betroffene sind besonders empfindlich gegenüber Stress. Ein hoher Cortisolspiegel kann das Abnehmen deshalb noch schwieriger machen – und sogar Entzündungen im Körper fördern, was die Schilddrüse zusätzlich belasten kann.
Deshalb ist es so wichtig, auch für Entspannung zu sorgen. Schon kleine Dinge wie ein Spaziergang, ruhiges Atmen, Yoga oder ausreichend Schlaf helfen deinem Körper, Stress abzubauen. Wenn du entspannter bist, kann dein Körper leichter Fett verbrennen – und du fühlst dich insgesamt wohler.
Also chronischer Stress führt zu hohem Cortisolspiegel – dieser hemmt wiederum die Schilddrüse. Integriere bewusst Entspannung:
- Atemübungen
- Yoga oder Spaziergänge in der Natur
- Journaling oder Meditation
4. Bewegung ohne Druck
Bei Hashimoto brauchst du keine HIIT-Workouts. Viel wirksamer:
- Tägliche Bewegung an der frischen Luft
- Krafttraining in moderatem Rahmen
- Yoga oder Pilates zur Stärkung und Entspannung
Bewegung hilft dir auf mehreren Ebenen: Sie verbraucht Kalorien, erhöht die Herzfrequenz und Körpertemperatur, senkt den Blutzuckerspiegel – und stärkt die Muskulatur. Diese wiederum steigert deinen Grundumsatz, also den Energiebedarf deines Körpers in Ruhe. Gerade beim Abnehmen mit Hashimoto ist regelmäßige Bewegung daher ein wertvoller Verbündeter. Versuche, sie so oft wie möglich in deinen Alltag zu integrieren: Treppen steigen, zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein, Haus- oder Gartenarbeit – jede Minute, die du nicht im Sitzen verbringst, bringt dir einen gesundheitlichen Vorteil.
Optimal ist es, wenn du zusätzlich gezielt Sport treibst. Deine Ausdauer kannst du z. B. mit Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking oder Tanzen verbessern. Auch Krafttraining ist hilfreich, um Muskulatur aufzubauen – allerdings ist hier besondere Achtsamkeit gefragt: Das Training sollte sehr sanft und an deine individuellen Bedürfnisse angepasst sein, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, regelmäßig in Bewegung zu bleiben und dich dabei gut zu fühlen. Dein Körper gibt das Tempo vor – höre auf ihn und gönne dir auch ausreichend Pausen zur Regeneration.
5. Schlafhygiene verbessern
Schlafmangel erhöht Entzündungswerte und senkt die Regeneration. Achte auf:
- 7–9 Stunden Schlaf
- Bildschirmpause vor dem Schlafen, oder nutze die Blaufilterbrille* 1-2 Std. vor dem Schlaf
- Dunkler, ruhiger Raum
- Magnesium Glyzinat* oder Magnesium L-Threnoat 1 Std.vor dem Schafengehen einnehmen
- 5-HTP* hilft wenn du Durchschlafprobleme hast
In meinem Artikel ‚Schlafstörung verstehen und überwinden‘ erfährst du, welche versteckten Ursachen hinter deinem schlechten Schlaf stecken – und wie du endlich wieder erholt aufwachst.
6. Geduld & Selbstmitgefühl entwickeln
Dein Körper ist nicht dein Feind. Er versucht, sich zu schützen. Nimm dir Zeit, lerne auf ihn zu hören und feiere jeden kleinen Fortschritt.
5. Fazit: Ja, du kannst mit Hashimoto abnehmen – aber anders
Das Wichtigste zuerst: Du bist nicht allein. Viele Menschen mit Hashimoto fühlen sich unverstanden, wenn es ums Thema Gewicht geht. Doch du kannst deinen Körper unterstützen – nicht durch Diäten oder Disziplin, sondern durch Verständnis, Wissen und kleine, aber nachhaltige Schritte.
Lerne, deinen Stoffwechsel zu aktivieren, Entzündungen zu reduzieren und deinen Hormonhaushalt zu unterstützen. Nicht für die Waage – sondern für dein Wohlbefinden.
„Gesundheit beginnt mit dem Verständnis, nicht mit Verzicht.“
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Du willst tiefer einsteigen? Hol dir meinen kostenfreien Hashimoto-Startguide „Hashimoto und Gewicht“ und finde heraus, was dein Körper wirklich braucht.
Haftungsausschuss:
Ich bin kein medizinisches Fachpersonal und alle Informationen, die ich teile, basieren ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen mit Hashimoto. Jegliche Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln oder anderen gesundheitlichen Maßnahmen sollten nicht als professioneller medizinischer Rat verstanden werden. Bitte konsultiere immer einen Arzt oder einen qualifizierten Ernährungsberater, bevor du Änderungen an deiner Behandlung oder Ernährung vornimmst.
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