glutenhaltige Getreide geeignet für Hashimoto, glutenfrei

Glutenfrei leben mit Hashimoto – meine Gründe & Erfahrungen

Vielleicht kennst du das: Du fühlst dich nach dem Essen oft müde, aufgebläht und einfach nicht richtig wohl in deinem Körper. So ging es mir über eine lange Zeit. Ich hatte Völlegefühl, Blähungen, war ständig erschöpft, hatte Schlafprobleme und sah morgens oft richtig aufgedunsen aus – besonders um die Augen. Ich dachte anfangs, das kommt einfach von meiner Schilddrüsenunterfunktion. Aber irgendetwas in mir sagte: Da steckt mehr dahinter. Ja, tatsächlich auf Gluten verzichten.

Also habe ich mich entschieden, zu einem Arzt zu gehen, der sich auf ganzheitliche Diagnostik spezialisiert hat. Und das war ein echter Wendepunkt. Nach vielen Bluttests und Untersuchungen kam heraus, dass ich nicht nur eine Schilddrüsenunterfunktion habe – sondern Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Außerdem wurde ein „Leaky Gut“ bei mir festgestellt – eine durchlässige Darmwand, die Entzündungen im ganzen Körper fördern kann.

Mein Arzt hat mir geraten, mich konsequent gluten- und milchfrei zu ernähren, zusätzlich Thybon zu nehmen (wegen einer Umwandlungsstörung der Hormone) und meinem Darm Zeit zur Heilung zu geben.

Der schwere Anfang – und warum es sich gelohnt hat

Am Anfang war es nicht leicht. Ich habe bestimmt 30 Mal versucht, glutenfreies Brot zu backen – und jedes Mal ging irgendwas schief. 😅 Aber ich bin dran geblieben und habe mit der Zeit so viele tolle Alternativen entdeckt: Reisspaghetti, glutenfreie Mehle, vegane Aufstriche und Snacks – und mittlerweile klappt sogar das Brotbacken!

Klar, ganz ehrlich: Es gibt auch Momente, wo glutenfrei leben etwas komplizierter ist. Zum Beispiel, wenn man mit Freunden ins Restaurant geht oder beim Kaffeetrinken einfach mal ein Stück Kuchen mitessen möchte. Anfangs war das für mich echt schwer – ich hatte oft das Gefühl, „anders“ zu sein oder extra nachfragen zu müssen.

Aber mit der Zeit habe ich gelernt, damit entspannt umzugehen. Mittlerweile weiß ich, wo es gute Alternativen gibt. Es gibt immer mehr Bäckereien, die glutenfreie Kuchen und Brote anbieten – und beim Essen gehen haben wir oft asiatische Restaurants gewählt. Da gibt’s viele Gerichte mit Reis oder Reisnudeln, die ganz ohne Gluten auskommen. Beim Italiener bestelle ich einfach Fleisch oder Fisch mit Gemüse – schmeckt super, macht satt und ich fühle mich danach gut.

Natürlich muss man ein bisschen flexibler sein – aber man gewöhnt sich daran. Und irgendwann merkt man, dass Genuss auch ohne Brot und Pasta wunderbar möglich ist.

Glutenfreie Spagetti

2. Entzündungen im Körper: Welche Rolle spielt Gluten dabei?

Gluten, das Klebereiweiß in Weizen, Roggen und Gerste, kann bei empfindlichen Menschen Entzündungen im Körper auslösen. Besonders bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto ist das ein wichtiges Thema. Denn bei Hashimoto greift das Immunsystem die eigene Schilddrüse an – und Gluten scheint diese Reaktion bei manchen noch zu verstärken.

Eine Studie aus Polen hat gezeigt, dass Frauen mit Hashimoto, die sechs Monate lang glutenfrei gelebt haben, eine deutliche Senkung ihrer Antikörperwerte hatten. Das spricht dafür, dass Gluten bei manchen Betroffenen eine Entzündung im Körper fördert – besonders im Darm und im Immunsystem.

Natürlich ist nicht jede Studie eindeutig. Aber viele, die es ausprobiert haben, berichten – genau wie ich – von besserem Wohlbefinden, weniger Erschöpfung und einem ruhigeren Bauchgefühl.

Warum Gluten zum Problem werden kann

Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Stoffwechsel. Der Darm wird empfindlicher, das Immunsystem reagiert schneller gereizt – und viele merken plötzlich, dass sie bestimmte Lebensmittel nicht mehr gut vertragen. Gluten kann dabei ein versteckter Auslöser für viele Beschwerden sein.

3. Glutenunverträglichkeit erkennen: Häufige Symptome & was deine Haut dir sagen will

Immer mehr Menschen reagieren sensibel auf Gluten – das Klebereiweiß in Weizen, Roggen und Gerste. Doch viele wissen gar nicht, dass ihre Beschwerden mit einer Glutenunverträglichkeit (auch: Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität) zusammenhängen könnten. Neben typischen Verdauungsproblemen zeigt sich die Unverträglichkeit oft auch über die Haut.

3.1. Häufige Symptome einer Glutenunverträglichkeit:

  1. Blähungen & Völlegefühl
  2. Bauchschmerzen oder Krämpfe
  3. Chronische Müdigkeit & Erschöpfung
  4. Kopfschmerzen oder Migräne
  5. Gelenkschmerzen & Muskelschmerzen
  6. Konzentrationsstörungen („Brain Fog“)
  7. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Depression
  8. Durchfall oder Verstopfung
  9. Hautausschläge, Ekzeme & Akne

3.2. Hautunreinheiten durch Gluten – ein unterschätztes Warnsignal

Die Haut gilt als „Spiegel“ des Darms. Bei einer Glutenunverträglichkeit kann eine gestörte Darmbarriere („Leaky Gut“) Entzündungsreaktionen im Körper auslösen – und das zeigt sich oft zuerst an der Haut.

Typische Hautsymptome bei Glutenunverträglichkeit:

  • Unreine Haut, besonders im Kiefer- und Wangenbereich
  • Rötungen, kleine Pickel oder Pusteln
  • Periorale Dermatitis (Ausschläge um den Mund)
  • Ekzeme oder Juckreiz
  • Dermatitis herpetiformis Duhring (stark juckende, bläschenartige Ausschläge – typisch bei Zöliakie)
  • Akne inversa (Hidradenitis suppurativa) kann indirekt mit Glutenunverträglichkeit in Zusammenhang stehen – allerdings ist die wissenschaftliche Beweislage dazu noch begrenzt, und es handelt sich nicht um eine offiziell anerkannte Ursache. Der Verzicht auf Gluten hat meiner Haut spürbar gutgetan – meine Akne inversa ist deutlich zurückgegangen, auch wenn sie wegen hormoneller Einflüsse leider noch nicht ganz verschwunden ist.

Besonders bei Menschen, die scheinbar „grundlos“ unter Hautproblemen leiden, kann eine glutenfreie Ernährung spürbare Besserung bringen – oft schon nach wenigen Wochen.

3. Wann solltest du auf Gluten verzichten?

Wenn du mehrere der oben genannten Symptome bemerkst – insbesondere in Kombination mit wiederkehrenden Hautproblemen – kann es sinnvoll sein, Gluten testweise für mindestens 3–4 Wochen wegzulassen. Achte genau auf Veränderungen deines Hautbilds, deiner Verdauung und deines allgemeinen Wohlbefindens.

💡 Wichtig: Bei starkem Verdacht auf Zöliakie solltest du dich vor einer Ernährungsumstellung ärztlich testen lassen, um verlässliche Blutwerte zu erhalten.

Wenn du dich hier wiedererkennst, lohnt es sich vielleicht, einfach mal ein paar Wochen auf Gluten zu verzichten und zu schauen, wie dein Körper reagiert.

4. Meine positive Entwicklung – 3 Monate glutenfrei

Ich habe schon nach wenigen Wochen ohne Gluten gemerkt, wie gut mir das tut. Meine Verdauung wurde spürbar ruhiger, ich fühlte mich weniger müde – und vor allem: Die ständigen Blähungen nach dem Essen und das unangenehme Völlegefühl waren plötzlich wie weggeblasen. Das war für mich wie neu geboren.

Nach etwa drei Monaten war die Veränderung deutlich: Verdauungsbeschwerden waren weg, ich war fitter, hatte mehr Energie, klarere Haut – meine Akne Inversa hat sich berühigt und habe sogar 4 Kilo abgenommen – ganz ohne Diätgefühl. Und das Beste: Meine Schilddrüsen-Antikörper sind gesunken. Mein Körper hatte endlich die Chance, zur Ruhe zu kommen.

Was mir zusätzlich sehr geholfen hat, war das Produkt Dgest von Everydays* – gerade bei Hashimoto, wo Verdauungsprobleme häufig dazugehören. Ich habe damit wirklich gute Erfahrungen gemacht, besonders was das Völlegefühl und die Unterstützung nach dem Essen betrifft. Es hat meine Verdauung spürbar entlastet und mir in der Umstellungszeit sehr geholfen.

Enzym Tabletten für den Magen von Everydays

Eines der größten Überraschungen war, wie schnell sich mein „Brain Fog“ verbessert hat. Früher fühlte sich mein Kopf oft wie in einem Nebel an – die Konzentration fiel schwer und die Gedanken waren verschwommen. Doch nach ein paar Wochen ohne Gluten wurde es immer besser. Ich fühlte mich klarer, fokussierter und einfach geistig viel fitter. Es war, als ob der Nebel sich langsam gelichtet hätte.

5.Fazit: Glutenfrei leben heißt nicht verzichten – sondern gewinnen

Heute lebe ich dauerhaft glutenfrei – nicht, weil ich es muss, sondern weil ich es will. Ich habe wieder Energie, mein Kopf ist klarer, meine Stimmung stabiler – und mein Körper fühlt sich einfach leichter an. Natürlich war es anfangs eine Umstellung, aber es hat sich absolut gelohnt.

Wenn du das Gefühl hast, dass irgendwas in deinem Körper nicht rund läuft, dann hör auf dein Bauchgefühl – vielleicht steckt mehr dahinter. Manchmal liegt die Lösung in kleinen Veränderungen, die Großes bewirken.

Und keine Sorge: Ein glutenfreier Lebensstil heißt nicht, dass du auf Genuss verzichten musst. Im Gegenteil – du entdeckst ganz neue Geschmäcker, lernst kreativ zu kochen und tust deinem Körper dabei noch etwas Gutes.

6. Achtung, Glutenfallen!

Es gibt viele Lebensmittel, in denen Gluten oft versteckt ist – und das ist nicht immer sofort erkennbar. Ein Beispiel ist Sojasauce, die oft Weizen enthält, auch wenn sie auf den ersten Blick glutenfrei erscheinen könnte. Auch in vielen Fertigprodukten, wie Gewürzmischungen, Wurstwaren, Suppen oder sogar in bestimmten veganen Produkten wie Fleischersatz, kann Gluten enthalten sein. Daher lohnt es sich immer, einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen – selbst bei Dingen, die man nicht sofort mit Gluten in Verbindung bringt.

Hier sind die Bücher, das ich zum Thema Ernährung bei Hashimoto mit Rezepten vom Herzen empfehlen kann und mir sehr viel geholfen haben um meine Ernährung hashimotofreundlich umzustellen:

  1. Happy Hashimoto – Das Kochbuch: Mit vollem Genuss in ein glückliches und gesundes Leben. 75 unwiderstehliche Rezepte* von der wundabaren Dr. Simone Koch
  2. Endlich wieder im Gleichgewicht bei Hashimoto: Mit der richtigen Ernährung die Symptome lindern und neue Energie* von Dr. med. Jörn Klasen (wundabares Buch und Dr. med. Jörn Klasen ist Arzt für Innere und Anthroposophischer Medizin, er gibt auch Tips aus der Naturheilkunde)
  3. Meine Hashimoto-Ernährung: Der Neustart fürs Immunsystem. Mit über 120 Rezeptene* von Diana Zichner (Kompetenter Ernährungsratgeber und Kochbuch in einem)

Haftungsausschuss:

Ich bin kein medizinisches Fachpersonal und alle Informationen, die ich teile, basieren ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen mit Hashimoto. Jegliche Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln oder anderen gesundheitlichen Maßnahmen sollten nicht als professioneller medizinischer Rat verstanden werden. Bitte konsultiere immer einen Arzt oder einen qualifizierten Ernährungsberater, bevor du Änderungen an deiner Behandlung oder Ernährung vornimmst.

*Dieser Blogbeitrag enthält Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich möglicherweise eine kleine Provision erhalte, wenn du über diese Links einkaufst – ohne dass dir dabei zusätzliche Kosten entstehen. Keine Sorge, die Qualität der empfohlenen Produkte bleibt selbstverständlich gleich.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Inhaltsverzeichnis